August 2018

Sachsens größtes Gesamtkunstwerk nimmt Gestalt an

Mit der Fertigstellung des dritten Wandbildes „Studenten&Internationalität“ am Hochhaus Georgstraße 24/26 in Chemnitz nimmt das größte Gesamtkunstwerk an einem Wohnhaus in Sachsen weiter Gestalt an.

Die Kreativagentur Rebel-Art aus Chemnitz um Guido Günther „Rebel73“, Markus Esche „Zone 56“ und Tino Schneider „Royal TS“ hat in den vergangenen Wochen das rund 450 m² große Wandbild realisiert.

Bereits zuvor hatte den ersten Giebel des Hochhauses Rafael Gerlach „SatOne“ aus München mit dem abstrakten Motiv „Boulevard&Natur“ im Mai 2018 gestaltet. Danach widmete sich das Künstler-Duo „HomBoog“ aka André „Boogie“ Morgner und Pablo „Hombré“ Fontagnier seit Juni 2018 dem zweiten Giebel. Entstanden ist das Motiv „Kinder&Familien“ im Comic-Style.

Nach Abschluss der drei Giebel wird Rebel-Art ab Mitte September noch alle restlichen Fassadenflächen zwischen den Giebeln gestalten. Dabei werden die Linien, Formen und Verläufe vom Motiv „Boulevard&Natur“ aufgegriffen und um das gesamte Wohnhaus herum weitergeführt. Anschließend erfolgt die Demontage der Gerüste.

Ab November 2018 werden dann Chemnitz und Sachsen um das mit rund 5.000 m² Fassadenfläche größte Gesamtkunstwerk an einem Wohnhaus reicher sein.

Teil 3: Motiv „Studenten & Internationalität“ vollendet

Rebel-Art hat das Thema Studenten und Internationalität in seinem Werk ganz über die Mittel der Bildsprache und Symbolik verwirklicht. Unzählige Details werden sich dem Betrachter erst auf den zweiten Blick erschließen und damit Raum zur freien Interpretation öffnen.

Ein Kompass kann beispielsweise als die klare Richtung nach vorn, Weltoffenheit, den richtigen Weg, das sichere Ankommen Zuhause gedeutet werden. Eine Studentin symbolisiert die junge, aufgeschlossene, studierende Bevölkerung am Brühl-Boulevard. Gekleidet ist sie in ein von abstrahierten Schutzgeistern gestaltetes Oberteil. Ihre rebellisch auf dem Boden sitzende Position kann als Zeichen einer jugendlichen Dauerprotesthaltung gedeutet werden. Gleichzeitig wird eine markante „Nerd-Brille“ für Wissbegierigkeit und Freakness stehen.

Ein Bücherstapel symbolisiert zum einen den künftigen Universitätsanteil am Brühl und dokumentiert gleichzeitig die heutige analoge, papierne Bücherwelt für die Zukunft.

Eine riesige Giraffe wird den wohl wichtigsten Symbolträger widerspiegeln. Aus dem Arabischen Zarafa stammend bedeutet Giraffe „die Liebliche“. In vielen Kulturen wurde sie aufgrund ihres eigenartigen Körperbaus als ein Mischwesen angesehen und ihr eine magische, außerirdische Abstammung aus einer vergangenen Zeit zugeschrieben. Eingeborene sahen in ihr ein friedliebendes, gelehrtes Wesen, dass etwas über die Zeit vor der Zeit und über die Welt vor der Welt zu berichten vermag. Als Gelehrte genoss die Giraffe bei vielen Naturvölkern wie den Schamanen ein hohes Ansehen. Erscheint einem eine Giraffe im Traum, so kündigt sie Klarheit, Überblick und Einsicht in einer Sache an.

Auch die markanten Brühllampen werden sich ebenso wie weitere Chemnitzer Wahrzeichen in dem Kunstwerk finden lassen.

Juli 2018

Teil 2: Motiv "Kinder&Familien" vollendet

HomBoog gestalten riesiges Mural

Das Künstlerduo HomBoog, bestehend aus Pablo Fontagnier (Hombré) und André Morgner (Boogie), widmet sich auf der der Georgstraße zugewandten Fassade des Hochhauses Georgstraße 24/26 in Chemnitz dem Thema Kinder und Familie. Die Künstler sehen Kinder und Familien als Bestandteil des lebendigen Brühl-Boulevards und als Spiegel der vielen Projekte in diesem Stadtteil.

Die beiden Künstler kreieren seit 19. Juni 2018 ein Bild, dass die Rückeroberung des lange von Leerstand geprägten Boulevards durch Kinder symbolisiert. Eine Gruppe junger Wilder wird mit Hilfe von zahlreichen Gegenständen - die sie anscheinend in ihren Kinderzimmern gefunden haben - versuchen, die Wände des Hochhauses zu erklimmen. Damit setzen HomBoog ein unübersehbares Zeichen für die Familien in diesem Stadtteil.

Boogie und Hombré sind seit Mitte der 90er Jahre mit der Spraydose aktiv und haben unabhängig voneinander zahlreiche Fassadengestaltungen realisiert. Nachdem sie festgestellt haben, dass sie sowohl an Wänden als auch zwischenmenschlich harmonieren, gründeten sie das Duo HomBoog.

Hinter den Pseudonymen steht auf der einen Seite Pablo Fontagnier. Er ist einer der ersten Writer, der sich ausschließlich der Charakter-Malerei verschrieben hat. Mittlerweile zählt er weltweit zu den führenden Künstlern dieser Stilrichtung. Er kreiert freche Figuren, die über den klassischen Cartoon-Stil hinaus den Betrachter an seine Gemälde fesseln. Mit der Zugabe von Realismus zu seinen Charakteren haucht er ihnen leben ein.

Auf der anderen Seite steht André Morgner. Der aus Schwarzenberg stammende Wahlschweizer ist als studierter Designer und Grafiker ein Allrounder. Er ergänzt das Duo durch seine grafisch und technisch perfekten Arbeiten und strotzt vor Ideen. In den vergangenen Jahren machte er mit dem Projekt „Boys from the wood“ von sich Reden. Diese im Erzgebirge handgefertigte und von ihm selbst bemalte Kleinserie ganz spezieller Räuchermänner geben den alten erzgebirgischen Traditionen einen jugendlichen Charakter.

Juli 2018

4JahreszeitenBaum

Innerhalb einer Woche hat das Team von Rebel-Art Mitte Juli 2018 den Giebel am Wohnhaus Arno-Schreiter-Straße 53 im Chemnitzer Süden mit der Spraydose gestaltet.

Entstanden ist das Motiv "4JahreszeitenBaum".

 

 

Mai/Juni 2018

Das fertige Wandbild "Boulevard&Natur" am Hochhaus, das sich derzeit in Sanierung befindet

Hochhaus-Teil I: Abstraktes Wandbild "Boulevard & Natur" am Brühl-Eingang

Künstler SatOne realisiert erstes Auftragswerk in Chemnitz

Am 22. Mai 2018 startete der Künstler Rafael Gerlach alias SatOne mit der Gestaltung einer 450 m² großen Fassadenfläche am Hochhaus Georgstraße 24/26 in Chemnitz. Bei der Realisierung des abstrakten Wandbildes, das innerhalb von rund 120 Arbeitsstunden fertiggestellt wurde, erhielt Gerlach Unterstützung von einem befreundeten Künstlerkollegen.

Mit dem Motiv an der dem Brühl-Boulevard zugewandten Fassadenseite rückt der Künstler den Boulevard und die Natur in dessen Umfeld ins Zentrum seiner Arbeit.

Die Idee für eine Fassadengestaltung stammt von dem am Brühl ansässigen Künstler Guido Günther von Rebel-Art. Durch die zahlreichen Sanierungen am Brühl verschwanden in der Vergangenheit zahlreiche, anspruchsvolle Murals; um deren Ersatz zum einen und für ein junges, kreatives Gesicht des Quartiers zum anderen sich Guido Günther mit Leidenschaft engagiert.

Im Gespräch mit der GGG, für die Rebel-Art schon viele Auftragswerke realisiert hat, wurden mit der Georgstraße 24/26 schnell ein passendes Objekt und über das Netzwerk der Kreativagentur die Akteure für diese Aufgabe gefunden.

Im Rahmen einer bereits im Jahr 2016 erfolgten ersten Vor-Ort-Begehung mit dem aus München stammenden Künstler Rafael Gerlach sammelte und dokumentierte dieser für sich markante Eindrücke des unmittelbaren Umfeldes.

In der formalen Interpretation der Umgebung greift der Künstler den großen Anteil der Grünflächen sowie die markanten Lampen entlang des Boulevards auf. So findet der Betrachter eine grafische Darstellung der Brühl-Lampen, die sich in einem Bewegungsablauf von ihrer Gegenständlichkeit in eine abstrakte Formsprache wandelt und zur freien Interpretation einlädt.

2016

Projekthaus Brühl 69

Am Projekthaus Brühl 69 direkt am Brühl-Boulevard gestaltete das Team von Rebel-Art die Vorderfassade des Wohnhauses.

September 2016

Teil 3: "BrichAus"-Motiv vollendet Studenten-Campus an Gustav-Freytag-Straße

Jens TASSO Müller und Guido Günther von Rebel Art gestalteten Eckhaus

Im September 2016 verwirklichten die beiden Graffiti-Künstler Jens TASSO Müller aus Meerane und Guido Günther von Rebel Art aus Chemnitz - erstmals als Gemeinschaftsteam - im Auftrag der GGG das Motiv BrichAus.

Rund 350 m² ist die Fassade des Eckhauses Karl-Immermann-Straße 24 in Chemnitz groß.

Seit Februar 2015 hat die GGG entlang der Gustav-Freytag-Straße in drei Bauabschnitten einen Studenten- und Azubi-Campus entwickelt. Die einzelnen Bauabschnitte Gustav-Freytag-Straße 4 – 8, 10 – 14 und 16 - 20 Ecke Karl-Immermann-Straße 24 sind inzwischen von jungen Studenten und Azubis aus der ganzen Welt bezogen. Für insgesamt rund 3 Mio. Euro sind so 240 Einzelzimmer entstanden, die exklusiv nur von Studenten und Azubis zu monatlichen Pauschalmieten ab 155 Euro inkl. aller Nebenkosten, Grundmöblierung, Einbauküche, Internet-Flat, u. v. m. angemietet werden können.

Simone Kalew, Geschäftsführerin der GGG:
„Sowohl mit TASSO als auch mit Rebel-Art haben wir in den vergangenen Jahren verschiedene kreative Projekte verwirklicht. Zuletzt hatte Rebel-Art im Mai 2015 den Giebel des Wohnhauses Gustav-Freytag-Straße 4 mit einer „Pinnwand“ verziert und TASSO im Juli 2015 am Wohnhaus Gustav-Freytag-Straße 14 seinen „GlühLampenHut“ samt mehrsprachiger Willkommensbotschaft realisiert. Da wir derzeit den dritten Sanierungsabschnitt Gustav-Freytag-Straße 16 – 20 Ecke Karl-Immermann-Straße 24 abschließen, lag es nahe, dass wir nochmal beide Künstler gemeinsam ins Boot geholt haben. Für die nächsten Wochen drücke ich den beiden Künstlern die Daumen, dass das Kunstwerk die Form annehmen wird, die sie sich vorstellen und sich danach die Öffentlichkeit ein eigenes Bild machen kann.“

Guido Günther, Rebel-Art:
Unser gemeinsam entwickeltes Motiv „Brich aus“ steht symbolisch für eine Studentin, der ihr altes Wohnumfeld zu eng wird. Es wird den Wunsch nach neuem, eigenem Wohnraum stilisieren. Der Vorhang, der durch sie geöffnet wird, eröffnet ihr und dem Betrachter neue Sichtweisen auf die Zukunft im eigenen Heim. Sie wirft sprichwörtlich die triste Fassade ab und legt ihre Zukunft im gezeigten Objekt frei.“

Jens TASSO Müller:
„Wir haben uns hier bewusst für eine klassische Fassade aus Naturstein entschieden, um einen Kontrast zur existierenden Fassade zu schaffen. Die aufwändig gestaltete Fassade wird hier ebenso für die modern sanierten Zimmerangebote im Inneren des Hauses stehen.“

Juli 2015

Teil 2: Studenten-Campus an Gustav-Freytag-Straße erhält "GlühLampenHut" und Willkommens-Botschaft

International bekannter Graffiti-Künstler TASSO gestaltet Giebel

In den beiden Wohnhäusern Gustav-Freytag-Straße 4 - 8 und 10 - 14 entstehenden 144 Zimmer, die ab Oktober 2014 ausschließlich an Auszubildende und Studenten vermietet werden.

Vor diesem Hintergrund hat die GGG ein zweites Graffiti-Kunstwerk beauftragt, dass das studentische Thema aufgreift und ausländische Studenten in Chemnitz in 14 verschiedenen Sprachen "Herzlich Willkommen" heißt.

Das Motiv „GlühLampenHut“ stammt dabei von TASSO und spielt mit den akademischen Aspekten wie der Glühlampe als Symbol für eine Idee und mit dem Doktorhut, der an vielen Universitäten – einschließlich der TU Chemnitz – üblich ist. TASSO benötigte neun Tage für die Realisierung seines Werkes.

Die Auswahl der Sprachen wurde vom Internationalen Universitätszentrum der TU Chemnitz empfohlen. Bei der Übersetzung halfen ausländische Studierende der Chemnitzer Universität.

Mai 2015

Teil 1: Studenten-Campus an Gustav-Freytag-Straße erhält riesige Pinnwand

GGG beauftragt Rebel-Art mit 50 m² großem Graffiti-Werk

Anlässlich der Sanierung der beiden Wohnhäuser Gustav-Freytag-Straße 4 – 8 und 10- 14 hat das Wohnungsunternehmen GGG die Kreativagentur Rebel-Art mit der Gestaltung einer riesigen Pinnwand beauftragt. Am 7. Mai 2015 begannen die Graffiti-Künstler um Guido Günther, Markus Esche und Tino Schneider mit der Realisierung ihres 10 m x 5 m großen Werkes.

Simone Kalew, Geschäftsführerin der GGG:
„Für eine markante Gestaltung des Giebels haben wir nach einer Idee gesucht. Der Pinnwand-Vorschlag von Rebel-Art hat uns auf Anhieb gefallen. Auf der Suche nach originellen Inhalten, was man sich üblicherweise an die Wand pinnt, haben wir über Facebook nach Vorschlägen gesucht. Einige Ideen werden die Graffitikünstler mit umsetzen. Über das fertige Ergebnis können sich dann alle Chemnitzer ab Mitte Mai 2015 vor Ort einen Eindruck verschaffen.“

Die beiden Wohnhäuser Gustav-Freytag-Straße 4 - 8 und 10 – 14 werden für rund 1,7 Mio. Euro in zwei Bauabschnitten saniert. Entstehen werden im Rahmen des Angebotes StudiWohnen möblierte Einzelzimmer für Auszubildende und Studenten mit einer monatlichen Pauschalmiete ab 155 Euro inkl. aller Nebenkosten, Einbauküche, Internet-Flat und TV/Radio. Die Vermietung der Zimmer und Wohnungen erfolgt ausschließlich an Auszubildende und Studenten, wodurch eine Art innenstadtnaher Campus entsteht.

„Für den zweiten Bauabschnitt, der ebenfalls ein Graffiti bekommt, haben wir bereits einen weiteren, international bekannten Künstler mit einem ebenfalls sehr ansprechenden Kunstwerk an der Hand, das wir noch vor dem Einzug der ersten Mieter realisieren lassen werden,“ ergänzt Geschäftsführerin Kalew.

März 2015

Graffiti-Künstler gestalten Sommerwiese

GGG engagiert Sprayer für 250m² großes Auftragswerk

Die rund 250 m² große Garagenrückwand im Yorckgebiet an der Fürstenstraße Ecke Yorckstraße erblüht seit März 2015 als bunte Sommerwiese. Seit Mitte November 2014 haben die Graffiti-Künstler von Rebel-Art um Guido Günther, Markus Esche und Alexander Seidel, mit ihren Spraydosen aus einer tristen Betonwand eine farbenfrohe Sommerwiese gestaltet.

Guido Günther, Graffiti-Künstler:
„Der rauhe Putz der Oberflächen und die abgesetzten Kanten waren das Kniffligste an dem ganzen Projekt. Die grobe Körnung bewirkte eine starke Schattenwirkung und die glatten, abgesetzten Kanten waren das komplette Gegenteil dazu. Aber letztlich haben wir ein schönes Gesamtkunstwerk geschaffen, über das wir schon während unserer Arbeit von vielen Anwohnern neugierig befragt wurden und denen das Motiv sehr gefällt.“

Simone Kalew, Geschäftsführerin der GGG:
„Ich zähle mich mit zu den erfreuten Betrachtern des Werkes. Und ich bin immer wieder beeindruckt, was Kreative mit und aus einer Spraydose alles zaubern können. Die fertige Sommerwiese entspricht ziemlich genau dem Papier-Entwurf von Rebel-Art. Für die gelungene Arbeit der drei Graffiti-Künstler sage ich – auch im Sinne unserer Mieter – herzlich Danke.“

Das Auftragswerk, dass von den ersten Ideenskizzen bis zur Fertigstellung etwa 700 Arbeitsstunden umfasste, hatte die GGG im Herbst 2014 in Auftrag gegeben, um den Bewohnern der beiden neu sanierten Wohnhäuser Fürstenstraße 144 a/b ihren Ausblick zu verschönern.

Im November 2014 begann das Team von Rebel-Art um den Chemnitzer Graffiti-Künstler Guido Günther, Markus Esche und Alexander Seidel im Auftrag der GGG mit der Gestaltung der 250 m² großen Garagenrückwand im Chemnitzer Yorckgebiet.

Die GGG hatte im Vorfeld für rund 3,8 Mio. Euro die beiden angrenzenden Wohnhäuser Fürstenstraße 144 a/b saniert. Als Abschluss dieser Maßnahme und zur Aufwertung des Wohngebietes wurde eine gestalterische Lösung für die den Wohnhäusern gegenüberliegende Garagenrückwand gesucht.

Die Rückwand, die sich im Eigentum der Garageneigentümer befindet, wurde der GGG und dem Künstler extra für diesen Zweck von der Garagengemeinschaft überlassen. Die GGG als Auftraggeber der Gestaltung bedankt sich dafür und sieht darin einen Gewinn für alle Beteiligte: die Mieter haben einen schönen Ausblick aus ihren frisch sanierten Wohnungen, die Garageneigentümer erhalten eine Rückwand, die nicht mehr wild und illegal besprüht wird und das Wohngebiet wird optisch aufgewertet.

September 2012

Graffiti-Künstler „TASSO“ gestaltet Fassaden auf Kaßberg

GGG widmet Kunstwerke der Sprachheilschule Chemnitz anlässlich ihres 61. Jahrestages

Die GGG und der international bekannte Graffiti-Künstler Jens TASSO Müller starteten im September 2012 ein weiteres Graffiti-Großprojekt in Chemnitz.

Auf dem Chemnitzer Kaßberg, der zu den größten Gründerzeit- und Jugendstilvierteln Deutschlands zählt, gestaltete TASSO im Auftrag der GGG drei Giebel der Wohnhäuser Weststraße 3a, 5a und 7a. Jeder Giebel umfasst dabei eine Fläche von 150 m². Die zu sprayenden Einzelelemente variieren zwischen Größen von 4 m² bis 23 m². Künstler TASSO, der bei dem Projekt von zwei Helfern unterstützt wurde, benötigte dafür sechs Arbeitstage.

Anlässlich des 61. Jahrestages der Sprachheilschule Chemnitz widmete das Wohnungsunternehmen GGG die fertigen Kunstwerke der Schule. Die Graffiti-Werke wurden den Originalentwürfen von Schülern der 3. Klasse der Sprachheilschule aus dem Jahr 2011 nachempfunden.  

Interview Simone Kalew, Geschäftsführerin der GGG:
„Die Idee, Giebel von Wohnhäusern mit Bildern von Schülern der Sprachheilschule zu gestalten, ist in Gesprächen mit dem Verein Kinder-, Jugend- und Familienhilfe e. V. (KJF) entstanden und hatte mir sofort gefallen. Von den Entwürfen, die uns Künstler TASSO vorgelegt hat, war ich beeindruckt. Sie sind so detailgetreu und filigran, dass ich schon sehr gespannt auf die fertigen Werke bin. Mit Blick auf sein Graffiti-Werk an unserer Reitbahnstraße 80 bin ich von einem tollen Ergebnis überzeugt. Wir widmen die Kunstwerke der Sprachheilschule Chemnitz anlässlich ihres 61. Jahrestages und besonders denjenigen Schülern, deren Originalbildern die Graffitis nachempfunden sind.“

Interview Jens TASSO Müller, Graffiti-Künstler:
„Ich freue mich über diesen anspruchsvollen und inzwischen zweiten Auftrag der GGG. Es ist auf jeden Fall eine Herausforderung für mich, die Buntstiftstruktur so realistisch wie möglich zu übertragen. Bereits im April konnte ich ein Auftragswerk für die GGG an der Reitbahnstraße 80 umsetzen. Wirklich positiv überrascht bin ich über die hohe Akzeptanz und das positive Feedback seitens der Chemnitzer Bevölkerung zu derartigen Aktionen. Angenehm empfinde ich auch die Zusammenarbeit mit der GGG, die lediglich die Zielstellung beschrieben hat und mir ansonsten in Sachen Konzept und gestalterische, künstlerische Umsetzung freie Hand lässt.“

April 2012

Künstler gestaltet Auftragswerk im Reitbahnviertel

Im April 2012 gestaltete der international bekannte Graffiti-Künstler Jens TASSO Müller den Giebel des Wohnhauses an der Reitbahnstraße 80. Das Graffiti-Werk entstand im Auftrag der GGG und greift das studentische Wohnen im Reitbahnviertel auf.  

Im Zeitraum 2010 bis 2012 hatte die GGG die Gebäudezeile Reitbahnstraße 80 – 84 Ecke Bernsbachplatz 5/6 saniert und dort Angebote speziell für Auszubildende und Studenten geschaffen. Entstanden sind so einzeln zu mietende Zimmer innerhalb einer Wohnung bis hin zu großzügigen WG-geeigneten 4-Raum-Wohnungen. Das Angebot erfreut sich seit dem großer Beliebtheit.

Der beauftragte Künstler TASSO aus Meerane gehört zur Elite der deutschen Graffitiszene und ist durch seine fotorealistischen Arbeiten mit der Spraydose, die er Graffoto nennt, auch international bekannt. Er malte in Mexico, 2010 zur EXPO in China und 2011 in Indien.

Interview mit Graffiti-Künstler Jens TASSO Müller:
"Als ich vergangenes Jahr auf der Suche nach Flächen für einen Graffitiworkshop war, entstand der Kontakt zur GGG. Mir fiel auf, dass Chemnitz zwar vorbildlich bei der Vergabe von legalen Flächen zum Besprühen war, aber die Stadt kaum nennenswerte Fassadengestaltungen mit dieser neuen Kunstform zu bieten hatte. Durch meine vielen Reisen und befreundete Sprayer weiß ich, dass Leipzig, Dresden und sogar Zwickau da schon einiges vorweisen können. So entstand die Idee, ein Mural zu gestalten, das einerseits als Werbung dient, gleichzeitig aber auch durch eine freie Interpretation das Zeug haben soll, sich mit internationalen Bildern dieser Art messen lassen zu können. Dabei stehen die Chancen für das Chemnitzer Werk nicht schlecht, dass es in deutschen und ausländischen Büchern und dem einen oder anderen Fachmagazin veröffentlicht wird. Denn im Gegensatz zu den meisten Arbeiten anderer Wohnungsunternehmen, die sich von Graffitikünstlern Fassaden gestalten ließen, war hier nicht die "glücklich hier wohnen zu dürfen"-Ideologie vordergründig, sondern der künstlerische Aspekt."

September 2011

11-Geschosser erhält durch Michael Fischer unverwechselbares Gesicht

Im Rahmen der Sanierungsarbeiten an der Alfred-Neubert-Straße 3 im Stadtteil Markersdorf ließ die GGG durch den Künstler Michael Fischer-Art die Giebelseite gestalten.

GGG und Michael Fischer, der weltweit Kunstprojekte realisiert, suchten bereits seit rund einem Jahr gemeinsam nach einem geeigneten Standort. Mit der Wahl der Alfred-Neubert-Straße 3, die sich durch ihre prädestinierte Lage parallel zur Wolgograder Allee auszeichnet, war der Weg für eine Projektrealisierung frei. Im Rahmen der Vorstellung vor den Bewohnerinnen und Bewohnern des Hauses fand das Fischer-Werk bereits positive Resonanz.

Interview Simone Kalew, Geschäftsführerin der GGG:
"Diese Maßnahme inmitten des Heckert-Gebietes stellt gleichzeitig ein Bekenntnis der GGG zum Chemnitzer Süden dar und soll künftig einen Blickfang in und ein Aushängeschild für dieses Wohnquartier bilden. Dank dieser mit rund 650 m² Größe in Chemnitz einmaligen Aktion junger Kunst freuen wir uns auf eine angeregte Diskussion rund um das neue „Fischer-Haus“.“

Interview Künstler Michael Fischer-Art:
Sichtbeton sollte im Jahre 2010 weniger ins Auge fallen. In den Häusern wohnen Menschen, die alle eine eigene spannende Geschichte haben, eine farbliche Gestaltung von Gebäuden kann diese besser transportieren als grau. Hier in Chemnitz, im bekanntesten Neubaugebiet der ehemaligen DDR, ist es besonders spannend, im 20. Jahr der Wiedervereinigung, dort Hand anzulegen, wo vor 40 Jahren die Ideen gefehlt haben.

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